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365 Tage rauchfrei

Vor 366 Tagen plante ich, am 10. August 2009, 15 uhr, ein Glas Sekt zu trinken. Gestern dachte ich kurz daran, aber es ist für mich schon sooooo lange zur Selbstverständlichkeit geworden: das nicht-rauchen

Obwohl nicht ganz: das Riechen der Natur bzw. der Jahreszeiten ist für mich immer noch  neu und faszinierend.


Call me with the voice of Love

I saw you with the flowers
They weren’t meant for me – no
I saw you at the corner
You did not turn to me
For my heart is begging:

Call me – call me with the voice of love
Hold me – hold me in the arms of faith

You were the first – you were the last
I ever opened my heart to
Now you seem so far away
Come back and stay
For I say:

Call me – call me with the voice of love
Hold me – hold me in the arms of faith
Lead me – lead me to the gates of tenderness
Feel me – feel me as I feel for you

Suspiria de Profuntis

… und tschüss

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

nun bin ich an der Reihe, mich nach 26 Jahren zu verabschieden.

Man hört und spricht immer vom „lachenden und weinenden Auge“. Ich müsste lügen, wenn ich behaupte, dass das lachende Auge die Oberhand innehat. Bis vor ein paar Wochen hatte ich in meiner Lebensplanung bereits den nächsten Umzug und Komplettbeginn berücksichtigt, haderte nur noch über meinen „Zielbahnhof“: meine Lieblingsstadt Hamburg oder der wunderschöne Ruhrpott. Und dann kam plötzlich Wüstenrot ins Gespräch und meine Planungen begannen zu schwanken…. Ich nutzte die dadurch erhaltene Chance, die Prioritäten in meinem Leben neu zu überdenken und durch das Angebot beeinflusst, stellte ich fest: meine Priorität in meinem Leben lautet jetzt: „endlich wieder Wurzeln fassen können“

Und so habe ich mich entschieden, nicht wieder die Kartons zu packen um nicht wieder irgendwo in Deutschland komplett neu durchzustarten, sondern eher mich um die Einbringung meiner badischen Kultur in die württembergische Landeshauptstadt zu kümmern ;-) Es fällt mir nicht leicht und begriffen, dass ich „meine“ Bank endgültig verlassen werde, habe ich noch nicht wirklich.

Ihnen allen wünsche ich für Ihren privaten wie auch beruflichen Lebensweg alles erdenklich Gute, danke Ihnen nochmals für eine sehr schöne Zeit und hoffe, dass Sie „unsere“ Bank weiterhin mitprägen. Mit vielen werde ich in Kontakt bleiben und ich werde eh als Kundin die „neue Commerzbank“ begleiten und beobachten.

Nochmals herzlichen Dank für eine sehr sehr lange und schöne Zeit, konstruktive Auseinandersetzungen und einer Menge Spass :-)

Ich stellte die Emailvorgaben so ein, dass eventuelle Antworten an meine private Emailadresse gingen und als ich dann zuhause  die vielen, vielen Emails lesen konnte, war für eine Weile der Gram und die Wut über die vergangenen Tage weggewischt. Und das ist gut so. Denn die Menschen sind und waren es, die es für mich ausgemacht haben. Ade, meine grüne Bank.

boah, tat das gut!

Nach 26 Jahren Dresdner Bank werde ich morgen meinen Aufhebungsvertrag unterschreiben. Ich hoffe es zumindest, genügend Anläufe bzw. Versuche hatte HR ja zur Genüge *seufz*

Heute hatte ich seit langem eine Beraterin am Telefon, mit der nicht nur ich immer wieder Probleme hatte und habe und … ach was auch immer. Ich war in den vergangenen Monaten nur immer froh, dass von dieser Ecke kaum Aufträge kamen. Meine Filialen konnte ich bereits vor meinem Urlaub abgeben und diese eine Minifiliale war in einem der ersten „Arbeitspakete“, die u.a. nun nach Hamburg umgeroutet werden.

Kurzer Rede, langer Sinn…. diese Beraterin reagierte in einem Fall wochenlang auf meine Emails nicht, telefonisch war sie für „mich“ nicht erreichbar. Nach Rücksprache mit meiner GL schickte ich vor meinem Urlaub eine Email mit cc an diverse Leute und übergab ihr die Verantwortung.

Heute, 5 Wochen später, die Filiale geht mich mittlerweil ein Sch…. an…, sollte ich ihr die Kohlen aus dem Feuer holen und DAS IN EINEM TON! Und…. 1 Tag vor der Unterschrift auf meinem Aufhebungsvertrag dachte ich nur: nein, nein, nein, du blöde Kuh kommst über Monate nicht zu Potte…. und jetzt soll ich für dich zum Telefonhörer greifen? Für jeden meiner Berater, die ich in den vergangenen 8 Jahren hatte, hätte ich das von Herzen gerne getan. Aber für dich? Forget it  *lieb lächelt*

Also wies ich sie höflich aber bestimmt darauf hin, dass ihr KSC-Ansprechpartner nun in Hamburg sei und ich um ihr Verständnis bitte, dass ich am vorletzten Tag bei der Dresdner Bank mich gewiss nicht um Arbeitsqualitäten anderer Standorte kümmern werde.

Uuuuuuuuuuuuh, „ich erwarte, dass Sie sich JETZT bewegen und in Hamburg anrufen“. Iiiiiiich?

„Nein, Frau XXXX, das werde ich gewiss nicht tun. Es ist nicht meine Aufgabe, zudem hatten Sie Monate Zeit sich um die Angelegenheit zu kümmern. Es wird Zeit, dass Sie etwas für Ihr Geld tun. Guten Tag“ PENG, Hörer wurde von mir aufgelegt.

Schäääääääääm, ich weiss, das tut man nicht *gagger* Aber boah, diese Tusse ist selbst nach 26 Jahren Dresdner Bank ein absoluter Ausnahmefall und ES TAT VERDAMMT GUT!

jepp :-)

Federball statt Badminton

Seit einiger Zeit erhalte ich den Newsletter von Zeit-zu-leben und erhalte dadurch sehr viele Anregungen für mich, für mein Leben und einiges mehr.

Auch ich spiele sehr gerne Federball….

Zeit zu leben: Miteinander statt gegeneinander (Ausgabe 479)

im Gegensatz zum Badminton geht es beim Federball nicht darum, möglichst schnell einen Punkt zu machen, sondern es geht darum, den Ball möglichst lange im Spiel zu behalten, also einen möglichst häufigen Ballwechsel zu erreichen. Und das geht nur, wenn man miteinander und nicht gegeneinander spielt.
Und genau das fasziniert mich an diesem Spiel: es geht nicht um Konkurrenz, sondern um ein gemeinsames Ziel.
Toll ist auch, dass man für dieses Spiel nicht zwingend gut sein muss, denn es liegt auch in der Verantwortung des anderen, für einen guten Spielfluss zu sorgen – sprich: wer bei diesem Spiel besser ist, hat die Aufgabe dafür zu sorgen, dass der Ball auch vom Schwächeren zurückspielbar ist und eher schlechte Bälle noch zu retten.

Orientierung

Ich wollte nie Karriere machen, für mich war mein Beruf Zweck zum Geldverdienen – mehr nicht. Dass es in den letzten 5 Jahren einen Push nach oben gab, war von mir nicht gezielt angesteuert. Ich erinnere mich noch, wie ich das Angebot zur Stellvertretung Gruppenleitung sogar anfangs ablehnte.

Meine Bank gibt es nicht mehr, nur noch wenige Monate ist sie am Mark als „Marke“ präsent, dann wird sie verschwinden. Jetzt ist es bekannt, was schon lange befürchtet und auch zwischen GBR und Vorstand verhandelt wurde: unser Standort wird dicht gemacht, nicht in 3 Jahren, sondern in wenigen Monaten. Aus die Maus. Weg- und ausradiert.

Man sprach vor ein paar Wochen auf einer Mitarbeiterpräsentation von einer Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Eine Bank sucht händeringend qualifizierte Kreditleute, eine andere Bank will händeringend Personal abbauen und Menschen haben Existenzängste. Zeit für Geschäfte. Zeit für Rechnen, für Prioritäten setzen.

50 % der eventuellen Abfindung, 2 Tarifgruppen runter, weniger anspruchsvolle Aufgaben und vor allem…. man bekommt weniger zugetraut als anderen Kollegen, die man zum Teil in den vergangenen Monaten geführt und geleitet hat. Zeit, den Stolz zu schlucken – Zeit, an die Existenz zu denken.

Hoffnung, dass der nun doch schneller abgeschlossene Interessenausgleich vielleicht doch die 100 %ige Abfindung bedeuten könnte… wurde mir doch noch kein Aufhebungsvertrag vorgelegt… obwohl ich schon sehr früh mitteilte, dass ich das Angebot annehmen werde und zum 1. August 2009 nach 27 Jahren die Bank verlassen werde.

Ich kann es noch nicht fassen. Mir ist seit Tagen komisch zumute. Es fällt mir schwer, mich zu orientieren, mich zu finden. Und: Ich wollte, ich wäre ein Jahr älter.

Drei Jahre habe ich Vollgas gegeben. Das war für mich der ausschlaggebende Punkt das Angebot trotz allen Widrigkeiten anzunehmen: Drei Jahre war ich auf der Überholspur, drei Jahre gab es Kolleginnen, die hinter mir her gejagt sind. Jetzt sind sie vorne, jetzt sollen andere die Verfolgung aufnehmen. Denn es ist nicht mein Spiel.

Ich wollte nie Karriere machen, für mich war mein Beruf Zweck zum Geldverdienen – mehr nicht… und wenn es sich wiederholen sollte, bin ich ausgeruht.

Zwickmühle

Diesen Bericht bekam ich heute über einen Newsletter und ich kann nur eines sagen: SCHTÜMMT, DA HATTER RECHT

„wie geht es dir“

diese Frage wird ab sofort wie folgt beantwortet:

Oh, danke der Nachfrage. Du willst wissen wie es mir geht? Nun, eigentlich kann ich das nicht pauschal beantworten. Ich kann seit Wochen nachts nicht mehr durchschlafen. Immer zur gleichen Zeit wache ich nachts mit einem enormen Harndrang auf. Das empfinde ich als sehr lästig. Aber ich kann nach dem WC-Gang immer sehr schnell wieder einschlafen. Darüber bin ich sehr froh.
Morgens nach meinem Aufstehen falle ich allerdings immer in ein kleines Tief. Nämlich dann, wenn ich den Zeiger meiner Analogwaage auf dem gleichen Level wie am Tag zuvor sehe. Ob das mit dem Alter zu tun hat? Ich bleibe jedenfall eisern.
Das Wetter schlägt mir nicht auf das Gemüt. Ich mag ab und zu Regentage. Es erfrischt die Luft und auch die Gedanken.
Jobmässig befinde ich mich in einem Umbruch. Ich müsste lügen, dass mir diese Unsicherheit nicht ab und zu auf den Magen schlägt und mich unruhig werden lässt. Aber unverändert rauche ich nicht.
Nochmals danke der Nachfrage. Du siehst, deine Frage „wie geht es dir“ ist für mich nicht einfach zu beantworten :-)

self

ich habe festgestellt, es gibt zu wenige Bilder von mir. Also nutzte ich die Länge meiner Arme, dass dann innerhalb von Sekunden ein Sturm entfachte, lag nicht in meiner Planung *gg*

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